Projekt: Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante

Am 01.07.2008 startete das von der ARGE-Westerwald geförderte Projekt „Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante“. Bei diesem Projekt wurden 15 TeilnehmerInnen (TN) für die Berufswelt qualifiziert, sie wurden gefördert und gefordert. Das Projekt endete zum Jahreswechsel und konnte ab dem 1. Januar 2009 mit Mitteln der ARGE-Westerwald und und über eine Kofinanzierung des Europäischen Sozialfonds (ESF) fortgestzt werden

Ziele der Maßnahme:

Als Hauptziel wurde die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und der Wiederein-gliederungschancen von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt fest-gehalten. Dieses Hauptziel sollte durch folgende Teilziele erreicht werden:

  • Vermittlung und Einübung von Schlüsselqualifikationen,
  • Erwerb beruflicher Kompetenzen,
  • realistische Einschätzung der eigenen Arbeits- und Leistungsfähigkeit,
  • soziale und persönliche Kompetenzerweiterung,
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und Stabilisierung im sozialen Umfeld,
  • Vermittlung in ein festes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis.

Projektverlauf:

Die Maßnahme gliederte sich in einen Förder- und Qualifikationsteil und in einen berufspraktischen Arbeitsanteil. Der Förder- bzw. Qualifikationsteil fand in den Räumlichkeiten vom P.A.u.L. e.V. statt. Nach der Eingangsdiagnose wurden in Einzelgesprächen die jeweiligen Ziele und Berufswünsche der TN ermittelt. Dabei wurde auch festgehalten, welche Unterstützungsleistung von den Mitarbeitern vom P.A.u.L. e.V. benötigt werden.

Der weitere Qualifikationsteil war gekennzeichnet durch ein Bewerber- und Kommunikationstraining, was in den meisten Fällen zu Beginn der Maßnahme zu absolvieren war und etwa drei Wochen Zeit beanspruchte. Hierbei lag der Focus immer auf der Hilfe zur Selbsthilfe, d.h., dass die TN auch nach der beendeten Maßnahme in der Lage sein sollten, nach Stellenanzeigen zu recherchieren und angemessene Bewerbungsmappen zu erstellen. Des Weiteren wurden die TN sozialpädagogisch betreut und beraten, so dass persönliche Problematiken bearbeitet und damit Vermittlungshemmnisse abgebaut wurden.

Zur Steigerung der kommunikativen Kompetenz wurden über Rollenspiele Vorstellungsgespräche erprobt. Bei diesen Übungen ging es darum, dass die TN ihre Wirkung auf andere überprüfen konnten und auch darum, in Zukunft eine gewisse Sicherheit und Routine zu erlangen, wenn sie vor einer Gruppe frei sprechen oder bspw. in einem Vorstellungsgespräch bestehen müssen.

Für die berufspraktischen Arbeitsanteile wurden Partnerbetriebe aus öffentlicher Verwaltung, gemeinnützigen Einrichtungen und aus der Wirtschaft akquiriert, in denen die TN Praktika absolvierten. Ein solches Praktikum wurde für die Dauer von bis zu vier Wochen vereinbart und hatte das Ziel, dass sich neue Kenntnisse angeeignet werden bzw. damit bereits Erlerntes aufgefrischt oder wiederholt werden konnte. Außerdem konnte sich die TN über den eigenen Arbeitseinsatz für die Unternehmer interessant machen.

Im Jahr 2008 konnten 6 TN in ein Arbeitsverhältnis vermittelt werden. In der Folgemaßnahme konnten sogar 14 TN vermittelt werden. Davon wurden 8 TN in eine Vollzeitstelle, 4 TN in Ausbildung und 2 TN konnten in ein Freiwilliges Soziale Jahr (FSJ) vermittelt werden. Zudem konnte ein TN in eine geringfügige Beschäftigung beginnen.

Die überaus erfolgreiche Maßnahme konnte nur über finanzielle Mittel der ARGE-Westerwald und des Europäischen Sozialfonds (ESF) realisiert werden.