P.A.u.L. e.V. wird das Projekt „P.I.C.K – Gemeinsam zum Ziel“ im Projektverbund im Landkreis Mayen-Koblenz durchführen und ist für die Umsetzung am Standort Bendorf verantwortlich. Es stehen 12 Plätze für Teilnehmende aus der Stadt Bendorf zur Verfügung (Jobcenter Bendorf). Das Projekt wird gemäß dem gemeinsam erstellten Konzept durchgeführt. Durch die Schaffung eines Angebotes an vier Standorten im Kreisgebiet ist es möglich, nicht nur individualisiert auf die Bedarfslagen der Teilnehmenden einzugehen, sondern auch die Heterogenität der Standortstrukturen zu berücksichtigen. Außerdem können durch diese Vorgehensweise auch die differenzierten Netzwerke der einzelnen Partner im Projektverbund optimal eingesetzt werden. Wie beschrieben ist grundsätzlich auch eine trägerübergreifende Ausgestaltung des Angebotes im Einzelfall geplant, wenn dies für die Entwicklungsprozesse von einzelnen Teilnehmenden sinnvoll und erforderlich ist.

Nach der Einführung des SGB II und den damit verbundenen Veränderungen des Leistungsbezuges und der Zumutbarkeitsbestimmungen hat sich die Situation für etliche Betroffene, besonders für benachteiligte Jugendliche mit Migrationshintergrund und Jugendlichen aus bildungsfernen Familien verschärft.

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die hohe Motivationslosigkeit, die gesellschaftliche Isolierung und Stigmatisierung sowie die daraus resultierenden Probleme wie Drogensucht, Verschuldung, fehlendes Selbstwertgefühl, Initiativlosigkeit usw., in vielen Fällen durch intensive Betreuung und wertorientierte sozialpädagogische Arbeit aufgebrochen und positiv verändert werden können. Dies ist jedoch nur durch konkrete biographische Motivationsarbeit in Gruppen und ergänzender Einzelfallhilfe unter qualifizierter Anleitung möglich. Dann können auch, nach intensiver sozialer Betreuung, die Grundsteine für Schlüsselqualifikationen wie ebenso soziale und berufliche Kompetenzen gelegt werden. Daher muss es Ziel sein, dass jede und jeder Jugendliche ein passendes, auf ihre/seine individuelle Persönlichkeitsentwicklung abgestimmtes Angebot erhält. Nur so kann die berufliche Integration auch langfristig erfolgreich sein. In der langjährigen Arbeit von PAuL e.V. mit benachteiligten Jugendlichen in Projekten, Trainingsmaßnahmen sowie Bildungsmaßnahmen (Nachholen des Hauptschulabschlusses), werden wir immer mit den Problemen der beruflichen Zukunft und der Hoffnungslosigkeit benachteiligter Jugendlicher konfrontiert. Ausgehend von dieser Lage sieht PAuL e.V. für den Bezirk des Jobcenter Bendorf Maßnahmen für Jugendliche unter 25 Jahren als unabdingbar an.

Das Leitziel der Qualifizierungsmaßnahme ist, arbeitslosen jungen Menschen durch sozialpädagogische Betreuung den Weg zur Arbeitswelt zu öffnen und eine Erhöhung von Ausbildungsreife und Ausbildungsfähigkeit zu erreichen. Das Prinzip dieses Projekts ist darauf angelegt, die Berufswahl- und Berufsfähigkeit zu unterstützen und zu steigern sowie den Aufbau und die Förderung einer arbeitsbezogenen Identität zur persönlichen Stabilisierung zu ermöglichen. Junge Menschen sollen in der Maßnahme nicht „versorgt“ werden, sie sollen sich in keinem wirklichkeitsfremden Freiraum befinden. Vielmehr werden durch aktive Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensverhältnissen und der Realität der Arbeitswelt, die Eingliederung ins Arbeitsleben erleichtert und gefördert. Hinzu wird durch unterschiedliche Qualifizierungsbausteine den jungen Menschen die Möglichkeit eröffnet, ausbildungsrelevante Grundkenntnisse und -fertigkeiten sowie erste berufliche Erfahrungen zu vermitteln. Der Fokus liegt hier auf einer individuellen Orientierung, die die Möglichkeiten, Fähigkeiten, Motivationen, soziale, kulturelle und biografische Situation der jungen Menschen mit einbezieht und ihnen passgenau abgestimmte Lösungsmöglichkeiten und Unterstützung aus dem vorhandenen Pool aufzeigt und nahe bringt (Lotsenfunktion), neue Modelle anregt und auf den Weg bringt und fördert.

Unsere Ziele:

  1. Vermittlung von handwerklichen Grundfertigkeiten in den Bereichen Holz, Keramik, Näh- und Malerarbeiten
  2. Vermittlung von aktuellen sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Themen
  3. Sensibilisierung gegen Rassismus und Diskriminierung
  4. Erweiterung des Berufswahlspektrums
  5. Entwicklung von Strategien der Konfliktbewältigung
  6. Heranführen an eine stabile Ausbildungs- bzw. Berufsentscheidung
  7. Erlangen von Fähigkeiten zur eigenverantwortlichen       Lebensgestaltung und die Erweiterung von Handlungskompetenzen
  8. Verbesserung der Gesundheitlichen Situation
  9. Stärkung guter unterstützender sozialer Netzwerke

 

 

 

Bei Fragen stehen Ihnen unsere MitarbeiterInnen gerne zur Verfügung:

 

 

Regina

Regina Moog / Pädagogische Fachkraft

Ringstraße 48
56170 Bendorf
Tel: 02622 9082080
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Gaby Klein / Ausbilderin

Ringstraße 48
56170 Bendorf
Tel: 02622 9082080
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Martina Hünermann / Fachanleiterin

Ringstraße 48
56170 Bendorf

Tel: 02622 9082080